Chronik: Sparte Fußball

Chronik: Sparte Fußball

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Nach der Wiedergründung des TSV im Juni 1961 und der unmittelbar darauffolgenden Erstellung eines Spielfeldes begannen die Fußballbegeisterten in Kößlarn sofort mit dem organisierten Vereinsfußball. Es wurde ein regelmäßiger Trainingsbetrieb aufgenommen und bereits im Herbst 1961 trat man mit einer Senioren- und einer Jugendmannschaft zum Spielbetrieb an.

Die 1. Mannschaft von 1961
v. l. (stehend): Weiner H., Hufnagl E., Brandl A., Birkl E., Schorschmidt F, Ammer L.
(kniend): Steinberger A., Biberger R., Vorstand Dedtke, Brandl R., Wiesbauer
L., Niebauer R.
nicht im Bild: Mathes F, Schlegl M.

Die Jugendmannschaft 1962
v. l. (stehend): Kannamüller F, Aigner R, Wagner A., Eichler H., Schmidbauer G., Buchner F
(kniend): Hager H. (mit Fahne}, Rambach J., Hochhauser J., Priemeier A., Mied/ L., Huber A., Asbeck A.

Zunächst konnten in den Spielzeiten 1961/62 und 1962/63 lediglich hintere Tabellenplätze belegt werden, in der Saison 1963/64 erfreulicherweise aber der 5. Tabellenplatz.
Auch die Jugendmannschaft hatte es anfangs sehr schwer, da die meisten Gegner deutlich mehr Spielpraxis und Erfahrung aufweisen konnten. Aber die Mannschaft war sehr eifrig, ließ sich nicht entmutigen und verbesserte ständig das Zusammenspiel. Und so konnten in den Folgejahren im Nachwuchsbereich recht zufrieden stellende Leistungen erzielt werden. Überhaupt trugen die Schüler- und die Jugendmannschaft, aufgebaut und betreut von den Mitgliedern Michael Schlegl, Reinhard Sprenger, Albert Brandl, Alois Steinberger und Benno Hennhöfer, die Hoffnungen des Vereins auf eine sportlich bessere Zukunft.

Im Seniorenfußball ließ die anfängliche Euphorie schnell wieder nach. Es konnten zwar immer wieder die heimischen Pokalturniere erfolgreich bestritten werden, aber die Verbandsrunden 1964/65 bis 1968/69 wurden durchwegs nur mit hinteren Tabellenplätzen abgeschlossen. Auch die Aufstellung einer zweiten Fußballmannschaft im Jahr 1967 zur Erweiterung des Spielbetriebs und Stärkung der internen Konkurrenz konnte hier kaum Positives bewegen. Der Spielbetrieb wurde einfach zu wenig ernst genommen.

Auf der Jahreshauptversammlung 1967 rügte beispielsweise 1. Vorstand Lehner das mitunter mangelnde ernsthafte Interesse der Spieler. Das schwache Abschneiden führte er nicht zuletzt auch auf den mit dem Sport nicht zu vereinbarenden Lebenswandel einiger Spieler zurück.

Doch trotz der sportlichen Misere wurden Kameradschaft und Geselligkeit immer gepflegt und der Verein aufrechterhalten, denn – wie bereits erwähnt – die große Hoffnung waren die Jugend- und Schülermannschaften.

Diese Mannschaften waren durchaus erfolgreich und hatten talentierte Spieler in ihren Reihen, doch ein spürbarer Aufschwung im Seniorenbereich war erst in der Saison 1973/74 erkennbar (die Spielzeiten 1969/70 – 1971/72 hatte man immer abgeschlagen auf einem der letzten Tabellenplätze beendet).

1973/74 erreichte die 1.Mannschaft in der Endabrechnung zwar auch nur einen 11. Platz von 14 Mannschaften, doch die vor allem in der Rückrunde gezeigten Leistungen ließen auf eine bessere Fußball-Zukunft hoffen.

Und tatsächlich – bedingt durch intensives Training, das der neue Trainer Hans Knott  den Aktiven abverlangte – und die Rückkehr einiger Kößlarner Fußballer aus Nachbarvereinen, spielte die Mannschaft während der Saison 1974/75 in der C-Klasse Pfarrkirchen tatsächlich von Anfang an vorne mit.

Zum Saisonende konnte man schließlich hinter dem TSV Tann den 2. Tabellenplatz belegen, der zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur B-Klasse berechtigte.
Für Kößlarn sollten diese Spiele unter Trainer Richard Niebauer, der die Mannschaft kurz vor Saisonende von Knott übernommen hatte, zu einem wahren Krimi werden, denn man benötigte insgesamt vier Spiele, um schließlich den lang ersehnten und entsprechend euphorisch gefeierten Aufstieg in die B-Klasse zu schaffen.

Doch der Reihe nach:

Zunächst stand man sich am 06.06. und 07.06.1975 auf der Sportanlage in Brombach dem FC Egglham (Vize-Meister C-Klasse Aidenbach) gegenüber. Nachdem das 1. Treffen auch nach Verlängerung 3:3 geendet hatte (Torschützen: Lewetz 2, Ranner), setzte sich der TSV einen Tag später nach einem 0:1 Pausenrückstand noch verdient 3:1 durch (Torschützen: Knott, Lewetz, Franz Obernhuber).

Eine Woche später war in Reichenberg der Vize der C-Klasse Eggenfelden, der FC Arnstorf, der Gegner. In einer spannenden und völlig ausgeglichenen Partie erzielte Franz Obernhuber den entscheidenden Treffer zum 1:0 Sieg.

Damit hatte man sich für das letzte Entscheidungsspiel gegen den DJK-SV Weng (Vize der C-Klasse Pocking) qualifiziert. Am 21.06.1975 war es soweit: In einem dramatischen Spiel wurde Weng 1:0 besiegt (Torschütze Peter Hasmann) und der TSV hatte endlich den Aufstieg geschafft.

Es sollten die für lange Zeit besten Kößlarner Fußball-Jahre folgen.

Die 1. Mannschaft, die 1975 den Aufstieg in die B-Klasse schaffte
v.l. (stehend): Trainer Richard Niebauer, Hermann, Hager, Peter Zinner, Hubert Lewetz, Alfred Ranner, Gottfried Huber, Hans Knott, Vorstand Michael Wagner
(kniend): Josef Obernhuber, Peter Hasmann, Max Hasmann, Josef Kaiser, Franz Obernhuber

Bereits am 10. August 1975 kam es vor der Rekord-Kulisse von 500 Zuschauern zum Nachbar-Derby gegen den TSV Rotthalmünster (Absteiger A-Klasse). Nach einem guten und kampfbetonten Spiel musste man sich zwar am Ende 5:3 geschlagen geben, doch bereits bei diesem vorgezogenen Punktespiel zeigte sich, dass man für die B-Klasse gut gerüstet war. Dies bestätigte sich während der gesamten Spielzeit und mit 21:23 Punkten und einem Torverhältnis von 38:35 konnte die Mannschaft – gegenüber der Aufstiegsmannschaft mit einigen Nachwuchsspielern aus der eigenen Jugend  verstärkt – in der B-Klasse Pocking einen sicheren Mittelfeldplatz belegen.

In der zweiten B-Klassen-Saison 1976/77 landete man – verstärkt durch Neuzugang Helmut Stolz, der in der Winterpause zum TSV gewechselt war – mit 26:18 Punkten und 48:34 Toren bereits auf einem hervorragenden 4. Tabellenplatz. Trainer während dieser ersten beiden B-Klassen-Jahre war Richard Niebauer.

In der Saison 1977/78 spielte die Mannschaft unter dem neuen Trainer Rudolf Bauer aus Ering von Anfang an um die Tabellenspitze mit. Am Saisonende lag man mit dem SV Beutelsbach punktgleich auf dem ersten Platz. Das notwendige Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die A-Klasse wurde jedoch am 03.06.1978 in Brombach 0:2 verloren. Im Gegensatz zu 1975 erwies sich Brombach diesmal für Kößlarn nicht als „gutes Pflaster“.

Der TSV stellte in diesen ersten erfolgreichen B-Klassen-Jahren eine technisch und taktisch sehr starke Mannschaft, die auch im kämpferischen Bereich voll überzeugte. Herausragender Spieler war Kapitän Alfred Ranner als Spielmacher, aber auch als sicherer Torschütze und gefürchteter Freistoss-Spezialist. 

Zum Spielerkader gehörten damals: Max und Peter Hasmann, Hermann und Franz Hager, Alfred und Klaus Ranner, Josef und Franz Obernhuber, Hans Knott, Hermann Lindner, Peter Zinner, Gottfried Huber, Hubert Lewetz, Helmut Stolz, Josef Berger, Manfred Huber und Franz Birkl.

„ Vereinsmusiker“ Willi Brummer

Die guten fußballerischen Leistungen wurden von zahlreichen Zuschauern honoriert; in den ersten B-Klassen-Jahren kamen regelmäßig zwischen 150 und 200 Zuschauer zu den Heimspielen, die damals von Sportplatzwirt „Feldschi“ Josef Wagner allein bewirtet wurden. Die Mannschaft hielt auch kameradschaftlich gut zusammen; regelmäßig wurde nach den Spielen eingekehrt, nach Siegen natürlich in besserer Stimmung als nach Niederlagen. Doch gefeiert wurde fast immer und oft spielte Vereinsmusiker Willi Brummer auf.

Saison 1978/79: In Erwartung eines gegnerischen Freistoßes dirigiert Spielführer Alfred Ranner die Abwehr-Mauer; v. l.: Klaus Ranner, Josef Berger, Manfred Piller, Gottfried Huber, Manfred Huber

Manches Mal wurde dabei auch das TSV-Lied angestimmt, meistens auf Initiative des unvergessenen Hubert Niebauer.

Doch zurück zum eigentlichen Fußball-Geschehen:

Trainer Bauer war sich mit der gesamten Mannschaft einig, in der neuen Saison 1978/79 nochmals mit aller Macht das „Unternehmen Aufstieg A-Klasse“ anzugehen. Doch was man ein Jahr vorher beinahe nebenbei erreicht hatte, ging diesmal gründlich schief. Zwar lag man nach 7 Spieltagen an der Tabellenspitze, doch dann folgte eine Niederlagenserie und schließlich landete man nach sehr durchwachsenen Leistungen auf einem gemessen an den eigenen Erwartungen enttäuschenden 7. Platz. Das Engagement von Trainer Bauer wurde einvernehmlich beendet.

Es folgte die turbulente Saison 1979/80 mit dem Trainerwechsel von Roland Menzel/Josef Schiller zu Willi Hagenhofer und einem 8. Tabellenplatz am Saisonende.

Unter Spielertrainer Alfred Ranner erreichte die Mannschaft wieder wesentlich mehr Stabilität und verzeichnete in der Saison 1980/81 einen deutlichen Aufwärtstrend. Am Saisonende erreichte man punktgleich mit dem SV Bayerbach den 2. Tabellenplatz. Das notwendige Entscheidungsspiel  in Asbach wurde zwar mit 4:2 nach Verlängerung gewonnen (Torschützen: Franz Obernhuber:2, Alfred Ranner, Helmut Stolz), doch das folgende Relegationsspiel gegen den SV Emmersdorf (Vize-Meister der B-Klasse Eggenfelden) am 12.06.1981 wurde mit einer ersatzgeschwächten Mannschaft deutlich 0:7 verloren.

Zum zweiten Mal hatte man die A-Klasse zum Greifen nahe, doch erneut konnte die Mannschaft das Ziel nicht erreichen.

Nach dem 8. Platz 1981/82, in der man erst am letzten Spieltag mit einem 1:1 gegen den TV Bad Birnbach dem Relegationsplatz zur C-Klasse nur denkbar knapp entging, war der Abstieg in der Saison 1982/83 nicht mehr zu vermeiden. In der B-Klasse Eggenfelden belegte man am Saisonende mit nur 15:29 Punkten den 10. Tabellenplatz. Das notwendige Relegationsspiel um den B-Klassen-Erhalt wurde gegen den FC Aldersbach deutlich verloren; der Abstieg in die C-Klasse war besiegelt. Kurioserweise hatte man in dieser Saison als Absteiger dem Meister, FC Amsham, die einzigen zwei Saisonniederlagen beigebracht.

In den Spielzeiten 1983/84 und 1984/85 wurden in der C-Klasse unter Spieler-Trainer Alfred Ranner die Plätze 6 bzw. 4 erreicht. Ranners Verdienst war es, dass er die Mannschaft nach dem B-Klassen-Abstieg neu aufbaute und zu einer kompakten C-Klassen-Mannschaft formte.

Und so war in der Saison 1985/86 unter Spielertrainer Franz Obernhuber der Wiederaufstieg in die B-Klasse das erklärte Ziel des TSV. Wenige Spieltage vor Saisonende sah die Mannschaft mit fünf Punkten Vorsprung schon wie der sichere Aufsteiger aus, wurde aber nach einer Serie schwacher Spiele (einige verletzte Spieler) am letzten Spieltag vom SV Aigen/Inn mit einem 2:1-Sieg noch abgefangen. Beide Mannschaften lagen nun mit 31:9 Punkten an der Tabellenspitze. Das Entscheidungsspiel um den ersten Platz und damit den Aufstieg in die B-Klasse konnte der SV Aigen mit 6:2 für sich entscheiden. Im Relegationsspiel um den Aufstieg ging dann auch noch die Partie gegen DJK-SV Wittibreut nach einer 3:1-Pausenführung und einer desolaten Leistung in der 2. Halbzeit enttäuschend mit 5:3 verloren.

Die Fußballer hatten damit ihr selbst gestecktes Ziel, das 80-jährige Vereinsjubiläum mit dem B-Klassen-Aufstieg zu krönen, verfehlt.

In der Saison 1986/87 war es dann aber soweit. In der C-Klasse Pfarrkirchen gelang der Mannschaft unter Trainer Obernhuber nach einem packenden Dreikampf an der Tabellenspitze hinter dem TSV Anzenkirchen die Vize-Meisterschaft, die zum direkten Aufstieg in die B-Klasse berechtigte. Dabei war bis zum Saisonfinale Spannung pur angesagt, denn am letzten Spieltag kam es zum Duell Anzenkirchen – Kößlarn, das nach packendem Verlauf leistungsgerecht 0:0 endete. Ein Ergebnis, das beiden Mannschaften zum Aufstieg reichte.

Der TSV Griesbach musste sich trotz des Auswärtssieges in Karpfham mit dem dritten Platz, nur einen Punkt hinter Kößlarn begnügen.

Der Spielerkader, der 1987 den Aufstieg in die B-Klasse schaffte
v. l. (stehend):Vorstand Hans Knott, 2. Vorstand Ludwig Miedl, Günter Stöfl, Leo Schätz, Jürgen Hennhöfer, Josef Entholzner, Erich Baumann, Richard Ilg, Jürgen Lehner, Gerhard Kopyt, Abt.-Leiter Alois Steinberger, Trainer Franz Obernhuber
v. l. (sitzend): Klaus Ranner, Manfred Piller, Werner Thiel, Helmut Stolz, Ludwig Stegner, Josef Feuchtinger, Bernhard, Niebauer, Hubert Niebauer, Franz Wieser

Doch bereits ein Jahr später musste nach einer sehr unglücklich verlaufenen Saison mit vielen Verletzungen und einigen Spielerabgängen leider wieder der Gang in die C-Klasse angetreten werden. Die Mannschaft war nur Tabellenletzter geworden.

Mit diesem erneuten Abstieg aus der B-Klasse begann für die Kößlarner Senioren-Fußballer eine lange sportliche Durststrecke. Zwar wurden in den Folgejahren immer wieder Nachwuchsspieler eingebaut, doch insgesamt waren zu wenig Jugendspieler vorhanden, um daraus schlagkräftige Mannschaften zu formen.

Außerdem konnte der Verein – bedingt durch die Neustrukturierung im Jugendbereich, aber auch durch den allgemeinen Rückgang der Nachwuchsfußballer – nicht mehr sämtliche aufsteigende Jugend-Altersklassen besetzen. Die Folge war, dass viele Jahre lang keine A-Jugend-Mannschaft mehr gebildet werden konnte. Einige Kößlarner Nachwuchsspieler mussten deshalb den Verein verlassen, kehrten dann aber im Seniorenbereich nicht mehr zum TSV zurück, da sie sich in den neuen Vereinen eingelebt hatten. Die Folge war eine schleichende Überalterung im Seniorenbereich. Damit, aber auch mit mangelndem Trainingseifer und fehlendem Einsatzwillen, hatten sämtliche Trainer in den Folgejahren zu kämpfen, was sich deutlich an den Tabellenplätzen der Spielzeiten 1988/89 bis 2003/2004 zeigt:

SaisonTrainerTabellenplatz
88/89Franz Obernhuber5
89/90Erich Baumann9
90/91Erich Baumann7
91/92Rudi Fortmüller7
92/93Kopyt/Piller9
93/94Franz Obernhuber6
94/95Alfred Herfellner8
95/96Herfellner – Schneider7
96/97Günter Schneider12
97/98Piller/Hennhöfer9
98/99Piller10
99/00Piller8
00/01Hans Bruckbauer10
01/02Bruckbauer – Zinner9
02/03Zinner – Hennhöfer/Zormeier11
03/04Helmut Greiler9

Die zweite Mannschaft konnte dagegen durchwegs mittlere, zum Teil auch vordere Tabellenplätze erreichen und  in der Saison 1990/91 sogar  den Meistertitel erringen.
Erneut waren es die Kameradschaft der Spieler untereinander sowie ein Gemeinschafts- und Zugehörigkeitsgefühl zum Verein, die über diese schwierige Zeit hinweg halfen. Die älteren Spieler sahen ihre Verantwortung, den Spielbetrieb und damit den Verein insgesamt aufrecht zu erhalten in der Hoffnung auf einen sportlichen Aufschwung mit jungen Nachwuchsspielern.

1. Mannschaft Saison 1990/91
v. l. (stehend): 1. Vorstand Herbert, Eichler, Josef Feuchtinger, Hans Bruckbauer, Jürgen Bruckbauer, Jürgen Hennhöfer, Gerhard Weinzierl, Erwin Maier, Lothar Hennhöfer, Leo Schätz, 2. Vorstand Helmut Stolz
v. l. (sitzend): Manfred Piller, Gerhard Hennhöfer, Dieter Rainer, Gerhard Kopyt, Erich Baumann, Oliver Hopper

1. und 2. Mannschaft Saison 1991/92
v. l. (stehend): Betreuer Karl-Heinz Huber, Jürgen Bruckbauer, Oliver Hopper, Dieter Rainer, Georg König, Jürgen Hennhöfer, Andreas lttlinger, Stefan Aigner, Franz Hartmann, Manfred Piller, Werner Thiel, Gerhard Hennhöfer, Josef Feuchtinger, Erich Baumann,Armin Rainer, Erwin Maier, Trainer Rudi Fortmüller
v. l. (sitzend): Gerhard Weinzierl, Christian Auer, Manfred Graml, Hubert Hufnagl, Markus Tittl, Reiner Thiel, Lothar Hennhöfer, Günter Maier, Adolf Asanger, Alfred Wilzinger, Leo Schätz

1. Mannschaft Saison 1995/96
v. l. (stehend): Betreuer Karl-Heinz Huber, Trainer Alfred Herfellner, Franz Hartmann, Manfred Roßmadl, Franz Maier, Markus Wimmer, Erwin Maier, Jürgen Hennhöfer, „Sponsor“ Manfred Huber
v. l. (sitzend): Reinhard Auer, Gerhard Hennhöfer, Armin Feichtinger, Dieter Rainer, Manfred Piller, Gerhard Weinzierl, Martin Weinzierl

1. Mannschaft Saison 2001/02
v. l. (stehend): Trainer Peter Zinner, Manfred Piller, Peter Zinner, Franz Hartmann, Erwin Maier, Alfred Wilzinger, Hans Bruckbauer, Martin Weinzierl, Betreuer Karl-Heinz Huber
v. l. (kniend): Thomas Zormeier, Markus Wimmer, Josef Scheichl, Reinhard Auer, Denis Pabst, Dan Sommer

In der Saison 2004/05 war es dann soweit – endlich waren deutlich bessere Leistungen feststellbar.
In erster Linie bedingt durch den Einsatz von talentierten A-Jugend-Spielern in der 1. Mannschaft, aber auch durch eine allgemein feststellbare höhere Leistungsbereitschaft der gesamten Mannschaft, konnte man plötzlich in der A-Klasse Pfarrkirchen ganz gut mitmischen.

Insbesondere nach der Winterpause wurden unter dem neuen Trainer Manfred „Zico“ Piller, durch den der bisherige Trainer Helmut Greiler nach einem desolaten Rückrundenstart (wieder einmal) kurzfristig abgelöst wurde, tolle Spiele geboten. Es ging ein Ruck durch die gesamte Mannschaft; unter den Zuschauern herrschte eine Aufbruchstimmung, wie man sie schon lange nicht mehr erlebt hatte.

Viel zu lange schon hatte man eben in Kößlarn auf guten Fußball verzichten müssen.
Als Integrationsfigur für den Nachwuchs leistete Piller hervorragende Trainerarbeit und baute „seine“ Jungs aus der A-Jugend erfolgreich in die 1. Mannschaft ein. Diese Leistung ist noch höher einzuschätzen, wenn man weiß, dass er weiterhin auch als A-Jugend-Trainer tätig war und mit dieser Mannschaft den Meistertitel in der A-Gruppe Süd holte.

Die 1. Mannschaft spielte jedenfalls bis zum Saisonende um die Tabellenspitze mit und hätte bei einem Sieg gegen den Meister und Kreisklassen-Aufsteiger TSV-DJK Malching am letzten Spieltag und gleichzeitigen Punktverlusten der Mitkonkurrenten Kirchdorf-Julbach und Ulbering sogar noch Relegationsspiele zur Kreisklasse erreichen können. Dieses letzte Punktespiel vor einer Rekordkulisse wurde unglücklich 0:1 verloren; die Mannschaft erreichte einen insgesamt gesehen hervorragenden 4. Tabellenplatz.

Die Trendwende war damit geschafft. Es wurde wieder ein deutlich besserer Fußball geboten. Dies wurde auch im näheren Umfeld Kößlarns registriert und so kehrten einige Kößlarner Fußballer, die schon länger, teils schon seit der Jugendzeit in Nachbarvereinen gespielt hatten, wieder zum TSV zurück. Ebenso wurde der Kader durch drei Jugendspieler verstärkt.

Zu Beginn der Saison  2005/06 war es daher das erklärte Ziel des TSV, unter ihrem neuen Trainer Erich Baumann in der A-Klasse Pfarrkirchen von Anfang an vorne mitzuspielen und letztlich in die Kreisklasse aufzusteigen.

1. Mannschaft Saison 2005/06
hintere Reihe (v. I.): Philipp Ellguth, Armin Trautner, Tobi Niebauer, Tobi Hufnagl, Daniel Ilg, Johannes Schlehaider, Sven Grünleitner, Alfred Ranner vordere Reihe (v. l.): Matthias Lindinger, Philipp Osterholzer, Reinhard
Auer, Ljulzim Hajdari, Markus Wimmer, Josef Scheichl, Martin Weinzierl, Georg Huber, Trainer Erich Baumann, Betreuer Karl-Heinz Huber

nicht auf dem Bild: Peter Zinner

Mit Baumann konnte ein kompetenter Fußballexperte gewonnen werden, der die „Kößlarner Szene“ voll kennt, war er doch früher selbst jahrelang als aktiver Spieler erfolgreich und bereits auch Trainer verschiedener Kößlarner Jugend- und Senioren-Mannschaften.

2. Mannschaft Saison 2005/06
hintere Reihe (v. l.): Gerhard Weinzierl, Thomas Schmelz, Christoph Schmalhafer, Helmut Zue, Franz Weinzierl, Lothar Hennhöfer, Michael Aigner, Jürgen Hennhöfer, Dan Sommer
vordere Reihe (v. l.): Betreuer Karl-Heinz Huber, Mirsat Begovic, Stefan Dinse, Martin Seitz, Leo Schätz, Franz Hartmann, Thomas Hasenberger, Dietmar Trautner, Trainer Erich Baumann

Nach einem verhaltenen Saisonstart, bei dem der selbst auferlegte Aufstiegsdruck Mannschaft und Trainer schwer zu schaffen machte und der auch noch durch Probleme bei der Integration vieler neuer Spieler geprägt war, wuchs die Mannschaft immer mehr zusammen. Schließlich holte man sich nach einer tollen Serie von sechs Siegen in Folge den Herbstmeistertitel.

Doch wie schon so oft, ging der Start in die Frühjahrs-Runde gründlich daneben.
Nach einer wegen des langen Winters schwierigen Vorbereitung wurden nach einem schwachen 1:1 gegen Reut und einem Pflicht-Sieg gegen den Tabellenletzten Walburgskirchen (5:1) gegen den Mitkonkurrenten Ulbering (0:1) und gegen Asbach (1:1) wertvolle Punkte vergeben, wobei insbesondere die Begegnung gegen Asbach keinesfalls den eigenen Ansprüchen genügte.

Doch die Mannschaft rappelte sich wieder auf. Gegen Wittibreut (3:2) und Ering (2:0) wurde nach ordentlichen Leistungen gewonnen. Nach einem erneuten Rückschlag gegen Kirchdorf-Julbach (1:4) wurde gegen Gumpersdorf (5:1) der 2. Tabellenplatz sicher gestellt.

Man hatte sich damit für die Relegationsspiele zur Kreisklasse qualifiziert. Zunächst konnte die Mannschaft am 3.Juni in Tann mit einer tollen spielerischen und kämpferischen Leistung den FC Kirchberg (Vize-Meister A-Klasse Eggenfelden) mit 1:0 besiegen (Torschütze: Armin Trautner). Damit stand eine Woche später, am 10. Juni in Dietersburg das alles entscheidende Spiel gegen den TSV Aidenbach (Vize-Meister A-Klasse Vilshofen) auf dem Programm. Nach einem packenden Spiel mit leichten Vorteilen für unsere Mannschaft stand es am Ende 2:2 (Torschützen: Georg Huber, Sebastian Niebauer). Nachdem in der Verlängerung kein Tor mehr fiel, musste die Entscheidung in einem an Dramatik nicht mehr zu überbietenden Elfmeter-Schiessen fallen, das unsere Mannschaft leider 3:4 verlor. Der Aufstieg in die Kreisklasse wurde damit buchstäblich in letzter Sekunde verspielt.

Doch gerade die in den Relegationsspielen gezeigten Leistungen lassen darauf hoffen, dass die Mannschaft – verstärkt durch nachrückende A-Jugend-Spieler – in der nächsten Saison erneut vorn mitspielen wird und der erhoffte Aufstieg in die Kreisklasse gelingt. Vielleicht wird dann wieder einmal das TSV-Lied angestimmt.

Die 2. Mannschaft konnte nach sehr konstanten Leistungen über die gesamte Saison hinweg die Meisterschaft erringen. Herzlichen Glückwunsch!

TSV-Lied

(1)
Wer hat die Welt so schön gemacht, wer hat das Fußballspiel erdacht?
Wer hat die Welt so schön gemacht, wer hat das Fußballspiel erdacht?
Auf grünem Rasen spielen wir, für unser „Rot und Weiß-Panier“:
Auf grünem Rasen spielen wir, für unser „Rot und Weiß-Panier“.

*REFRAIN*
Ja wir „Rot-Weißen“, wir sind aus Eisen, wir sind aus Stahl – hipp hipp hurra-hurra;
Ja wir „Rot-Weißen“, wir sind aus Eisen, wir sind aus Stahl – hipp hipp hurra!

(2)
Ein Pfiff ertönt, das Spiel beginnt – die Stürmer sausen wie der Wind,
Ein Pfiff ertönt, das Spiel beginnt – die Stürmer sausen wie der Wind!
Die Läufer kombinieren vor – und dann ein Schuß, das war das erste Tor, die Läufer kombinieren vor – und dann ein Schuß, das war das erste Tor!

*REFRAIN*

(3)
Wir war´n in Hamburg und Berlin und über´s Jahr das geht´s nach Wien, wir war´n in Hamburg und Berlin und über´s Jahr das geht´s nach Wien!
Ja, ja die Meisterschaft muß her, für unser „Rot und Weiß-Panier“,
ja, ja die Meisterschaft muß her, für unser „Rot und Weiß-Panier“!

*REFRAIN*

(4)
Und wenn ich einst gestorben bin, dann trägt man mich zum Friedhof hin,
und wenn ich einst gestorben bin, dann trägt man mich zum Friedhof hin.
Auf meinem Grabstein soll man seh´n, ein rot und weißes Fähnlein weh´n,
auf meinem Grabstein soll man seh´n, ein rot und weißes Fähnlein weh´n.

*REFRAIN*

Schiedsrichter des TSV

Die Vorstandschaft bedankt sich bei Erich Baumann und Andreas Schalk, die derzeit für den TSV als geprüfte Schiedsrichter in Verbandsspielen im Einsatz sind. Sie stehen damit in der Nachfolge der vielen Sportkameraden, die sich in früheren Jahren für dieses wichtige Amt zur Verfügung gestellt und sich dadurch bleibende Verdienste um den TSV, aber auch um den Fußballsport im Allgemeinen erworben haben.

Baumann pfeift seit 1993 und beschränkt sich aus privaten Gründen ausschließlich auf Nachwuchsspiele. Dort wird er als erfahrener Referee bis zur Bezirksoberliga eingesetzt.

Der erst 18-jährige Andreas Schalk hat 2002 seine Schiedsrichter-Prüfung abgelegt und wurde zunächst bei Nachwuchsspielen eingesetzt. Seit der Saison 2004/2005 ist er auch bei den Senioren im Einsatz, ab dieser Spielzeit bereits in der Kreisliga.
Er gilt als einer der jungen Hoffnungsträger der SR-Gruppe Pocking.
Seit 2003 ist er auch als SR-Assistent bei Bezirksoberliga-Spielen (SR Roland Bründl) bzw. Landesliga-Spielen (SR Marco Achmüller) tätig.
Wir gratulieren Andreas Schalk zu diesen tollen Erfolgen. Für die Zukunft wünschen wir ihm weiterhin viel Spaß in seinem wichtigen Amt, aber auch Entscheidungskraft und Souveränität. Dann wird es in seiner Schiedsrichter-Karriere weiterhin steil nach oben gehen.

Gleichzeitig hoffen wir, dass sich entsprechend seinem Vorbild weitere junge Sportler für dieses wichtige Amt zur Verfügung stellen. Denn eins ist klar: Ohne Schiedsrichter gäbe es keinen Fußball.

Andreas Schalk (links) und Erich Baumann

Karl-Heinz Huber

Betreuer und unermüdlicher Helfer

Seit vielen Jahren ist Karl-Heinz Huber als Betreuer der Kößlarner Fußballmannschaften an der Seitenlinie im Einsatz. Eigentlich ist der Fußballbetrieb in Kößlarn ohne ihn gar nicht richtig vorstellbar. Die Aktiven wissen sich bei ihm in den besten Händen und fühlen sich erst dann richtig wohl auf dem Platz, wenn ihr „Dr. Müller-Wohlfahrt“ mit seinem Koffer an der Seitenlinie Aufstellung genommen hat. Für jedes Wehwehchen hat er ein passendes Mittel parat und so manchen müden und angeschlagenen Kämpfer hat er wieder schnell auf die Beine gebracht.

Der TSV, vor allem aber sämtliche aktive Fußballer  bedanken sich bei Karl-Heinz für seinen unermüdlichen Einsatz und hoffen, dass sie auch weiterhin auf seine medizinische Betreuung zählen können.

Karl-Heinz Huber ist aber nicht nur bei den Spielen im Einsatz, sondern stellt sich auch stets bei Arbeitseinsätzen und Veranstaltungen in den Dienst des Vereins.

Er ist eben ein „hundertprozentiger TSV-ler.“

Betreuer Karl-Heinz Huber