Chronik: Fußball-Nachwuchs

Chronik: Fußball-Nachwuchs

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Seit jeher legt die Fußball-Abteilung des TSV großen Wert auf die gezielte Arbeit mit dem Fußball-Nachwuchs. Neben einem regelmäßigen Training, in dem die fußballerische Ausbildung der Kinder und Jugendlichen erfolgt, sollen dabei auch Kameradschaft, Zusammengehörigkeit, Teamfähigkeit und Mannschaftsgeist vermittelt werden. Eigenschaften, die man in der heutigen Zeit nicht hoch genug einschätzen kann.

Zur Zeit der Wiedergründung des Vereins verbrachten die Kinder und Jugendlichen ihre Freizeit –sowie es die Witterung irgendwie zuließ- im Freien; viele davon ganze Nachmittage auf dem Bolzplatz (als Fußballplatz konnten diese Spielplätze oft nicht bezeichnet werden). Es machte unheimlich viel Spaß, wenngleich viele Kicker damals überhaupt keine Fußballschuhe hatten. Es wurde jedenfalls nach allem getreten, was rund war.

Das Freizeitverhalten der Jugend hat sich in den letzten Jahrzehnten aufgrund der technischen Entwicklung grundlegend verändert. Ob „Non- Stopp- Fernsehen“, Computerspiele oder Internet- dem breit gefächerten Angebot der Unterhaltungsindustrie kann sich heutzutage kaum ein Jugendlicher mehr entziehen. Umso wichtiger ist die Möglichkeit, in einem Verein dem Bewegungsmangel und den dadurch bedingten Gesundheitsproblemen entgegenzuwirken. Gerade der Mannschaftssport Fußball baut auch Spannungen untereinander ab und leistet dadurch einen aktiven Beitrag gegen Gewalt.

Auch der Vereinsfußball hat sich im Nachwuchsbereich grundlegend geändert.
Früher war oft schon die Fahrt zum Spiel, z. B. im Caravan des damaligen Schülertrainers Benno Hennhöfer, ein Abenteuer für sich und nicht minder aufregend als das eigentliche Fußballspiel. Ab und zu war auch die Mannschaft nicht komplett anwesend, so dass man bei der Passkontrolle die zufällig anwesenden „Ergänzungsspieler“ in die Mannschaft schwindeln musste.
Zu dieser Zeit gab es im Jugendbereich nur zwei Mannschaften, die „Schüler“ (bis 14 Jahre) und die „Jugend“ (15-18 Jahre). Wer in die Jugend kam, musste sich gegen 4 Jahre ältere Gegner durchsetzen.

Heutzutage ist dagegen alles gut durchorganisiert. Durch die Reform des Jugendfußballs in den späten 70er Jahren können bis zu 6 Mannschaften am Spielbetrieb teilnehmen: F-Jugend (8 Jahre und jünger), E-Jugend (9-10 Jahre), D-Jugend (11-12 Jahre), C-Jugend (13-14 Jahre), B- Jugend (15-16 Jahre), A-Jugend (17-18 Jahre). Die F- und E-Jugend spielt auf Kleinfeld, ab der D- Jugend bzw. verpflichtend ab der C- Jugend wird auf Großfeld gespielt.

Für kleine Vereine wie Kößlarn ist diese Regelung ein nicht unerhebliches Problem, da man im Bereich der Jugendlichen (A- bis C-Jugend) 3 mal 15 Spieler stellen müsste, bei den Kindern (D- bis F -Jugend) 3 mal 10 Spieler. Um jede Mannschaft zum Spielbetrieb anmelden zu können, müsste der Verein demnach insgesamt ca. 70 bis 80 Nachwuchsfußballer zur Verfügung haben. Dies ist natürlich nicht in jeder Saison möglich; in der Saison 2005/2006 nahmen allerdings bis auf eine B-Jugend alle Altersklassen am Punktspielbetrieb teil.

Ziel der Jugendarbeit ist es, dem Nachwuchs Spaß am Fußball zu vermitteln und talentierte Fußballer an den Seniorenbereich heranzuführen. Und so ist der derzeitige Aufwärtstrend im Kößlarner Seniorenfußball auch ganz entscheidend der Initiative des damaligen Jugendleiters Lothar Hennhöfer zu verdanken, in der Saison 2001/02 im B-Jugend-Bereich eine Spielgemeinschaft mit dem TSV Rotthalmünster einzugehen. Dadurch wurde der drohende Weggang weiterer Nachwuchsfußballer abgewendet und seitdem besteht unser Spielerkader auch aus Jugendlichen aus den Nachbarorten Asbach, Malching und Rotthalmünster. Diese Mannschaft war unter ihrem Trainer Manfred Piller und seinem Assistenten Reinhard Auer außerordentlich erfolgreich. So konnte sie zweimal die Meisterschaft und den Aufstieg in die Kreisliga feiern. Einige Spieler daraus sind heute aus dem Stamm der 1. Mannnschaft nicht mehr wegzudenken, weitere werden folgen.

Jugendleiter ist seit 2002 Volker Reisach als Nachfolger von Lothar Hennhöfer.

Ihm standen in der Saison 2005/2006 die Trainer Manfred Piller und Reinhard Auer (A -Jugend), Günter Stöfl und Bernhard Rösch (C-Jugend), Klaus Ranner  (D-Jugend),  Franz Meier (E-Jugend) sowie Lothar Hennhöfer und Oliver Hopper (F-Jugend), zur Seite, deren engagierte und uneigennützige Arbeit große Anerkennung verdient.

An dieser Stelle sollen  aber auch  mit  Alois Steinberger, Benno Hennhöfer,  den Brüdern Herbert und Fritz Eicher, Rudi Fortmüller und Franz Obernhuber stellvertetend für viele andere Betreuer und Verantwortliche herausragende Trainer aus früheren Zeiten genannt werden, die sich ebenfalls mit erheblichem persönlichen und finanziellen Einsatz für den Fußballnachwuchs engagiert haben.

Unser Dank gilt aber auch allen Eltern und sonstigen Personen, die Woche für Woche den Fahrdienst zu den Auswärtsspielen übernehmen.

Unsere Nachwuchsmannschaften haben in den letzten Jahren folgende Erfolge feiern können:

Saison 2001/2002B-Jugend: Vizemeister (Piller)
E-Jugend: Vizemeister (Stöfl)
Saison 2002/2003B-Jugend: Meister (Piller)
E-Jugend: Meister (Stöfl)
Saison 2003/2004A-Jugend: Meister (Piller)
D-Jugend: Meister (Stöfl)
E1-Jugend: Vizemeister (Bimesmeier)
E2-Jugend: Vizemeister (Ranner)
Saison 2004/2005A-Jugend: Meister (Piller)
E-Jugend: Vizemeister, 2. Platz im Landkreispokal (Ranner)

In der laufenden Saison 2005/06 belegt die A-Jugend derzeit einen ordentlichen Mittelfeldplatz in der Kreisliga. Die C-Jugend hat sich nach Umstellungsproblemen auf das Großfeld mittlerweile gefangen und spielt in ihrer Spielgruppe gut mit. Die E-Jugend spielt im vorderen Tabellendrittel. D- und F-Jugend können sich berechtigte Hoffnungen auf den Meistertitel in ihren Spielgruppen machen; beide Teams liegen derzeit an der Tabellenspitze.

Der Bayerische Fußballverband veranstaltet jährlich einen Sichtungstag, bei dem sich die talentiertesten Spieler eines Jahrgangs für das Stützpunkt-Training qualifizieren können (Auswahlspieler). Für den TSV Kößlarn schafften dies in den letzten 3 Jahren Michael Huber (Jahrgang 1992), Ewald Breit (1993) und David Rösch (1994).

Neben dem reinen Fußballprogramm bietet die Jugendabteilung jährlich für die jüngeren Nachwuchsspieler ein Zeltlager sowie ein internes Hallen-Fußballturnier. Außerdem finden interne Abschluss- und Weihnachtsfeiern (mit Nikolausbesuch) statt. Höhepunkte der Saison sind jeweils auch die Fahrten zu Bundesligaspielen. Insgesamt also ein abgerundetes Angebot, das die sportliche Entwicklung unseres Nachwuchses gewährleistet, aber auch viel Spaß bietet.

A-Jugend
hintere Reihe (v. l.): Thomas Reisach, Thomas Stopfer, Daniel Ilg, Thomas Schmelz, Andreas Schrädabler, Konstantin Horst, Andreas Schalk
vordere Reihe (v. I.): Co-Trainer Reinhard Auer, Martin Ranner, Helmut Zue, Philipp Osterholzer, Daniel Niebauer, Michael Neuwirth, Christoph Schmalhofer, Sebastian Niebauer, Trainer Manfred Piller
ganz vorne: Oleg Fust

C-Jugend
hintere Reihe (v. I.): Julian Stöfl, Franz Schmelz, Stefan Hauner, Marc Wilzinger, Ewald Breit, Johannes Freudenstein, Hermann Luther, Trainer Günter Stöfl
vordere Reihe (v. I.): David Rösch, Florian Maier, Michael Brunner, Fabian Schrädobler, Waldemar Horst, Martin Sommer, Florian Penninger, Bastian Rösch

D-Jugend
hintere Reihe (v. l.): Andreas Baumgartner, Christian Ranner, Andreas Reisach, Pascal Weber, Maxi Ilg
vordere Reihe (v. l.): Martin Fischer, Thomas Hennhöfer, Bryan Krause, David Rösch, Ewald Breit, Trainer Klaus Ranner

E-Jugend
hintere Reihe (v. l.): Andreas Reisach, Pascal Weber, Maxi Ilg, Andreas Huber, David Naumann, Christian Ranner
vordere Reihe (v. l.): Martin Niedermeier, Michael Maier, Dominik Stöfl, Fabian Menrath, Patrick Wilzinger, Trainer Franz Maier

F-Jugend
hintere Reihe (v l.): Benedikt Weinzierl, Sebastian Brunner,
Marcel Unnewehr, Albert Sterkel, Richard Steinberger, Benjamin Hopper,
Felix Huber, Andreas Hennhöfer, Anton Stöfl
vordere Reihe (v I.): Trainer Lothar Hennhöfer, Tobias Bischl, Korbinian Spermann, Christian Spermann, Andreas Schätz, Johannes Plattner, Julian Hauner, Felix Spermann, Trainer Oliver Hopper
nicht auf dem Bild: Helmut Stolz, Maximilian Entholzner, Maximilian Nebether, Albin Hajdari, Michael Pils